21.02.2019 H1: „Not gegen Elend“

Weilheimer Herren schaffen glückliches 20:19 gegen Schlusslicht Gröbenzell

„Das war Not gegen Elend“, urteilten einige Zuschauer über das Heimspiel der Weilheimer Handball-Herren gegen die HSG Gröbenzell-Olching. In der Tat war das Niveau des Kellerduells nicht Bezirksoberliga würdig. Die Hausherren von Trainer Niko Jovanovic konnten sich am Ende der schwachen und torarmen Partie wenigstens über die Punkte freuen. Mit dem überaus glücklichen 20:19 (9:12)-Sieg gegen das Schlusslicht machten die Kreisstädter einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt, während der Abstieg der unterlegenen HSG quasi besiegelt ist. „Das Spiel hätten wir auch verlieren können, letztlich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, räumte Jovanovic danach ein. „Wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt“, gestand Jovanovic. Nur Torhüter Benedikt Blacek und Lukas Schwendele in der zweiten Hälfte im Angriff, erreichten halbwegs Normalform. „Uns fehlte die ordnende Hand von Nico Beinlich“, bedauerte Jovanovic den krankheitsbedingten Ausfall seines Spielmachers.

Und dazu agierte sein Team vor allem in der ersten Hälfte reichlich kopflos und konfus. Die biederen Gäste kamen so mit einfachen Mitteln schnell zu einer Vier-Tore Führung. Die hechelten die Hausherren lange Zeit hinterher, weil sie in der Offensive zu statisch agierten und sich immer wieder leichte Ballverluste erlaubten. Beim 9:15 (36.) nahm der Rückstand der Weilheimer bereits unerfreuliche Ausmaße an. Das erste Tor der TSV-Herren nach dem Wechsel durch Schwendele (37.) läutete dann die Aufholjagd der Kreisstädter ein. Gute zehn Minuten später schaffte erneut Schwendele beim 17:17 (50.) den Gleichstand. Bis dahin hatten die Gäste vergeblich versucht das Tempo zu verschleppen. Die Folge waren mehr angezeigte Zeitspiele als Abschlüsse der HSG . Das Schlusslicht bekam erst in Überzahl wieder Oberwasser. Prompt erarbeiteten sich die Gröbenzeller wieder eine Zwei-Tore Führung, die die Weilheimer aber umgehend egalisierten. In den fünf verbleibenden Minuten entwickelte sich dann ein Nervenkrimi mit zwei umstrittenen Strafzeiten gegen die Gäste. Aus der Überzahl machten die Hausherren zunächst nichts. Blacek verhinderte stattdessen mit zwei starken Paraden einen neuerlichen Rückstand. Erst 29 Sekunden vor der Sirene erlöste Adrian Rangnick, der kurz zuvor aus der gleichen Position noch vergab, die TSV-Fans mit dem 20. Tor, das zum Duselsieg reichte. „Wir haben uns zum Sieg gekämpft“, war Jovanovic nach dem mühseligen Heimerfolg erleichtert.

Spieler und Tore: Lukas Schwendele (9/2), Adrian Rangnick, Moritz Krause (je 3), Josef Rohmer, Max Osthöver (je 2) Philipp Bauer (1), Korbinian Wimmer, Timo Weinmann, Lorenz Isert, Andreas Kunz, Florian Theimer; Tor: Benedikt Blacek, Alex Porst.


R.Halmel, 19.2.19