29.11.2018 H1: Frust statt Lust

Weilheimer Herren lassen sich von Grauen Panthern einschläfern - 26:27 Niederlage bei Brucker Dritten

Die Moral passte, das Ergebnis nicht. Mehrmals holten die Weilheimer Handball-Herren beim Gastspiel beim TuS Fürstenfeldbruck III einen Drei-Tore Rückstand auf. Am Ende standen die Mannen von Coach Niko Jovanovic dennoch mit leeren Händen da, weil sie den Grauen Panther der Drittliga-Reserve hauchdünn mit 26:27 (13:14) unterlagen. „Ich weiß auch nicht was heute los war, von der Spiellust aus dem Gilching-Spiel war nichts mehr da“, ärgerte sich Jovanovic nach der schwachen Vorstellung seiner Truppe. „Wir haben uns von dem Brucker Spiel einschläfern lassen“, bedauerte Jovanovic nach den aus seiner Sicht leichtfertig verspielten Punkten. „Es war zu wenig Tempo in unserem Spiel und auch die Abwehr, vor allem der Innenblock, hat nicht funktioniert“, zählte der TSV-Coach die Problemzonen auf.

Die routinierten TuS-Angreifer kamen so immer wieder zu Toren aus dem Rückraum. In der ersten Hälfte entwickelte sich nach einem zähen Beginn ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Anfangs hatten die Hausherren die Nase vorne. Nach dem 3:5 (8.) lief es bei den Weilheimern besser. Ihre zwischenzeitliche Zwei-Tore Führung hatte aber nur kurze Zeit Bestand, auch weil sie bis zur Pause zwei Siebenmeter vergaben.

Nach dem Wechsel rannten die TSV-Herren ständig einen kleinen Rückstand hinterher, weil sie es nicht schafften die defensive 6-0 Deckung der Brucker auszuhebeln oder aus den sich bietenden Überzahlsituationen Kapital zu schlagen. Nachdem die Gäste mehrfach drei Tore hinten lagen, aber immer wieder gleichzogen, deutete sich in der Schlussphase eine Wende ab. Lorenz Isert brachte die Weilheimer beim 23:22 (50.) erstmals nach langer Zeit wieder in Führung. Gute zwei Minuten später lagen sie aber erneut zwei Treffer hinten. In der Schlussminute wäre zumindest noch der Ausgleich drin gewesen. In den 45 Sekunden Ballbesitz vor der Sirene brachten die Gäste aber keinen ordentlichen Abschluss mehr zustande. „Der letzte Wurf war eher ein Rückpass auf den Torhüter“, war Jovanovic danach bedient.

Spieler und Tore: Adrian Rangnick, Nico Beinlich (je 6), Lukas Schwendele (5/2), Lorenz Isert (3), Philipp Bauer (2/1), Florian Theimer, Timo Weinmann, Josef Rohmer, Stefan Gärtner (je 1), Andreas Kunz, Matthias Weid; Tor: Benedikt Blacek, Andreas Böhm.

R.Halmel, 27.11.18