06.03.2018 Golden Girls auf Tour

Um den Feiertag der Deutschen Einheit unternehmen unsere Golden Girls schon seit vielen Jahren einen gemeinsamen Ausflug. Im vergangenen Oktober führte es die illustre Gruppe frühmorgens nach Bad Reichenhall. Bereits bei der Anfahrt gab es kleine Schwierigkeiten. Um die Autobahn zu umgehen wählten sie die Landstraße, wo man sich mehrmals verfuhr und zwischendrin ging auch mal ein Auto verloren. Letztendlich kamen dann aber alle am Ziel, bei Evis Eltern in Piding, an.

Von dort aus machten wir einen Spaziergang nach Bad Reichenhall und genossen bei schönstem Wetter Gyros und Ouzo in einem griechischen Restaurant. Durch die Fußgängerzone ging es über einen Miniflohmarkt zu den Relaxing-Liegen am Kurpark wo wir Sole einatmeten und nebenbei Wissenswertes über Reichenhall erfuhren. Anschließend ging es zum Thumsee. Dort nutzten wir bei Kaffee und Kuchen die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse aus. Mit einem Augenzwinkern nannte uns der Wirt einen „Hühnerstall“ – wie er nur darauf kam? Im Anschluss an die Wanderung um den Thumsee ging es weiter in die Jugendherberge , wo wir unsere Zimmer bezogen. Nach dem Abendessen machte ein Teil der Gruppe auf einer Ü30-Fete dann noch Reichenhall unsicher.

Der nächste Tag begann regnerisch, weshalb erst einmal das Salzbergwerk Berchtesgaden als Ziel auserkoren wurde. Jim Knopf und die wilde 13 fuhren mit der Bockerlbahn in den Berg und rutschten in wunderschönen Overalls die Holzrutschen hinunter. Wieder im Freien und nur noch bei leichtem Nieselregen beschlossen wir zum Königsee zu fahren - bei gutem Wetter kann ja jeder! Dort mussten wir auch nicht lange am Bootssteg anstehen und fuhren, mit dem schönsten Echo unseres Anfängertrompeters, nach St. Bartholomä. Von dort wollten wir zur Eiskapelle am Einstieg der Watzmannwand. Der Weg wurde von verschiedenen entgegenkommenden Wanderern mit 45Minuten, 1 Stunde 15 Minuten oder 2 1/2 Stunden bemessen. Ein Teil von uns blieb gleich in der Wirtschaft hängen, der Rest ging in zwei Gruppen zur Kapelle hinauf. Die Kapelle war schon beeindruckend, zumal das Wetter wieder schlechter wurde und alles in ein Grau tauchte. Beim Abstieg verlor eine von uns auch noch die Schuhsohle, die schnell mit Pflaster wieder getaped wurde. Nachdem wieder alle 13 beisammen waren, fuhren wir mit dem Schifferl zurück und freuten uns auf eine warme Dusche in der Jugendherberge. Da wir bereits am Vortag im eigenen Nebenzimmer einer Südtiroler Kneipe so gut gegessen hatten, besuchten wir diese gleich noch einmal. Leider ging der Küche dieses Mal so einiges aus. Egal, beim anschließenden Spieleabend in der Jugendherberge ließen wir den Abend sehr lustig ausklingen.

Der nächste Tag begrüßte uns mit blauem Himmel, Sonnenschein und Blick auf das Watzmannmassiv als wir in Richtung Jenner aufgebrochen waren. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen auf: die Bergfexe und die Fußkranken. Jeder kam bei seiner Wanderung auf seine Kosten. Bei den vielen tollen Ausblicken auf die Berchtesgadener Berge waren unter anderem der Watzmann und die liegende Hexe zu sehen. Braun und auch teils rot aufgebrannt ging es zurück zur Jugendherberge und zum Italiener, wo wir vorher einen Tisch bestellt hatten. Der Tisch war auch reserviert, allerdings nur für zwei Personen. Offensichtlich gab es am Telefon kleine Kommunikationsprobleme. Kurzerhand wurde ein großer Tisch dazu geschoben und wir aßen in dem minikleinen Restaurant, von Napoli-Dekoration erschlagen, leckere Pizza und Pasta. In unserer Unterkunft schlossen wir den Tag wieder mit einem Spieleabend ab.

Am letzten Tag gab es wieder Regen und wir beschlossen nach dem Frühstück auf den Obersalzberg zu fahren. Bei dem gut zweistündigem Aufenthalt erfuhren wir viel über die Zeitgeschichte des Obersalzberges und die Zeit während der NS-Diktatur.

Abschließend trafen wir uns noch zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Nähe von Evis Eltern. Frisch gestärkt mit liebevoll hergerichteten Gaumenfreuden fuhren wir nach Hause. Wo es dieses Jahr hingeht, müssen wir noch bei dem ein oder anderen Treffen ausmachen. Es war wieder einmal sehr schön, was man auch auf den Fotos erkennen kann. Übrigens: Wer wissen möchte was „Klatschen“ bedeutet, sollte bei den Goldenen Girls nachfragen!