06.03.2020 Damen: Punktgewinn nach Sieben-Tore Rückstand

Zwei unterschiedliche Halbzeiten im Derby - Kein Sieger beim 18:18 zwischen Oberhausen und Weilheim

Zwei völlig verschiedene Halbzeiten bekamen die rund 150 Zuschauer in der Halle an der Seeleite beim Derby zwischen den Damen des BSC Oberhausen und dem TSV Weilheim geboten. Bis zur Pause dominierten die Gastgeberinnen über weite Strecken klar das Geschehen. In der zweiten Hälfte übernahm der Gast aus der Kreisstadt das Kommando, was in eine hochdramatische Schlussphase mündete, in der zwölf Sekunden vor der Sirene der Ausgleich zum 18:18 (11:5) Unentschieden fiel. „Einen sieben Tore Vorsprung herzugeben ist schon bitter“, bekannte danach Andrea Daisenberger vom BSC. „Unterm Strich ist das Ergebnis gerecht“, erklärte TSV-Coach Michael Sander nach der Punkteteilung, die den Tabellennachbarn im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Zähler bescherte. „Trotz der vielen angeschlagenen Spielerinnen hat das Team eine super erste Hälfte gezeigt, nach der Pause ist uns dann aber die Kraft und Konzentration ausgegangen“, ergänzte Karin Feistl vom Oberhausener Trainergespann.

Ihre Truppe erwischte gleich einen Start nach Maß. Ein Dreierpack von Simone Schüller bescherte den Gastgeberinnen schnell einer 5:1-Führung (11.). Erst danach wachten die Weilheimer Damen langsam auf. Im Gegensatz zum BSC, bei denen in der Folge vor allem Elisabeth Vincenzi traf, ließen die Gäste aber reihenweise gute Chancen liegen. Dadurch setzten sich die Gastgeberinnen, die in Torfrau Michaela Scheffel einen starken Rückhalt hatten, bis zum Seitenwechsel mit sechs Toren ab.

Beim 13:6 (35.) schien alles wie schon im Hinspiel auf einen Sieg der Oberhausenerinnen hinauszulaufen, da die Weilheimerinnen unverändert ungenau und überhastet abschlossen. Zwei Siebenmeter-Treffer von Veronika Melypataki in Folge läuteten dann aber die Aufholjagd der Gäste ein. „Danach war auch deutlich mehr Bewegung im Angriff“, erkannte Sander. Tor für Tor kämpfte sich sein Team in der Folge heran, nicht zuletzt weil TSV-Keeperin Marlene Zwiekopf einige starke Paraden zeigte. Beim 16:16 (55.) war schließlich der Gleichstand geschafft. Danach legten die Gäste immer wieder vor. Dank der nervenstarken Susi Feldl, die in der Schlussphase zwei Siebenmeter verwandelte, den letzten unmittelbar vor der Sirene, glichen die BSC-Damen aber immer wieder aus.

Spielerinnen und Tore Weilheim: Lea Stadler (4/1), Karen Albust, Sabrina Gerold (je 3), Andrea Pruy (3/1), Elisabeth Zwiekopf (2), Veronika Melypataki (2/2), Anita Tratz (1), Anne Apelt, Luca-Sophie Padberg, Sarah Mannefeld, Sabrina Pudil; Tor: Marlene Zwiekopf, Veronika Bauer.

R.Halmel, 3.3.20