20.02.2020 H1: Vor der Pause die Zügel angezogen

Pflichtsieg der Weilheimer Herren gegen den Vorletzten aus Biessenhofen bringt Platz zwei

Jedes Pferd springt nur so hoch wie es muss. An diesen Spruch orientierten sich die Weilheimer Handball-Herren beim Heimspiel gegen die SG Biesenhofen-Marktoberdorf bis kurz vor der Pause. Dann nahmen die TSV-Männer die Zügel in die Hand und galoppierten dem Schlusslicht, um im Bild zu bleiben, zu einem 30:22 (14:10)-Sieg davon. Mit dem rückten die Kreisstädter auf Platz zwei nach vorne, da Konkurrent Kaufbeuren das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Immenstadt verlor. „Letztlich war es ein verdienter Sieg, der auch in der Höhe in Ordnung ging“, meinte TSV-Teamsprecher Lukas Schwendele zur erfolgreichen Pflichtaufgabe gegen die abstiegsbedrohten Allgäuer. In der ersten Hälfte machten sich die Weilheimer mit zahlreichen ausgelassenen Großchancen das Leben noch schwer. „Dabei haben wir sogar intensiv Sieben-Meter trainiert“, grummelte Felix Becker, der selbst zu den vier TSV-Werfern gehörte, die Strafwürfe ausließen. Hinzu kamen zahlreiche freie Würfe, die die Weilheimer nicht im Kasten unterbrachten und einige leichtfertige Ballverluste.

Biessenhofen erwies sich dagegen beim Abschluss als wesentlich effektiver. Bis elf Minuten vor der Pause verwerteten die Gäste ihre Möglichkeiten eiskalt, so dass sie sogar mit 8:7 (19.) in Führung lagen. Ein Tor in Unterzahl von Julius Krause sorgte dann bei den Hausherren für Auftrieb, so dass sie sich bis zum Seitenwechsel mit vier Toren absetzten. Lorenz Isert vom Kreis und Max Osthöver auf dem Rückraum hatten danach großen Anteil am schnell größer werden Vorsprung der Weilheimer, bei denen sich am Ende alle Feldspieler bis auf einen in die Torschützenliste eintrugen, nach der Pause. „Wir sind gut aus der Kabine gekommen“, freute sich Schwendele über viel Schwung zu Beginn der zweiten Hälfte, der den TSV-Herren einen 22:14 (41.) Führung bescherte. Auch durch eine Auszeit der SG im Anschluss ließen sich die Weilheimer nicht nachhaltig ausbremsen. Die Gäste kamen zwar noch mal auf fünf Tore heran. Ein Doppelpack von Schwendele zum 26:19 (53.) verschafften den Hausherren wieder Luft, so dass in den letzten Minuten nichts mehr anbrannte.

Spieler und Tore: Max Osthöver (8/1), Lukas Schwendele (5), Felix Becker (4/1), Lorenz Pröll, Lorenz Isert, Julian Langnickel, Julius und Moritz Krause (je 2), Thomas Beinlich, Markus Wichtl, Korbinian Wimmer (je 1), Philipp Bauer; Tor: Benedikt Blacek.

R.Halmel, 18.2.20