13.02.2020 Damen: Freche Schlussphase lässt hoffen

Weilheimer Damen schwächeln in Weßling in der Abwehr - 18:28 Niederlage beim Tabellenzweiten

In der Offensive lief es deutlich besser als beim Acht-Tore-Desaster zuletzt gegen Eichenau. Dafür schwächelte die Abwehr der Weilheimer Damen beim vorgezogenen Gastspiel beim SC Weßling. Beim Tabellenzweiten gab es so für die TSV-Frauen bei der 18:28 (6:14) Niederlage letztlich nichts zu bestellen. „Es war aber mehr drin“, hätte sich Weilheims Coach Michael Sander ein engeres Match durchaus vorstellen können. „Ab und zu blitzte das Können auf,“ war Sander mit der Leistung unter dem Strich nicht unzufrieden. „Vor allem die Schlussviertelstunde war ein richtiger Lichtblick“, urteilte Sander, nachdem sein Team, das erneut ohne Spielmacherin Andrea Pruy auskommen musste, in der Offensive frech aufspielte und gleichzeitig gut verteidigte. Die Partie war zu dem Zeitpunkt aber schon gelaufen, weil sich die TSV-Damen zwischendurch in Einzelaktionen verrannten und das spielerische Element vernachlässigten. Dazu kam nach einem ausgeglichen Beginn eine offensive Schwächephase.

Nach dem 5:5 (11.), an dem auch TSV-Torfrau Marlene Zwiekopf mit vielen guten Paraden einen großen Anteil hatte, gelang den Gäste bis zur Pause nur noch ein Tor. „Da hat man wieder gemerkt, dass wir uns gegen körperbetont spielende Abwehrreihen schwer tun“, bekannte Sander. Viele Ballverluste, dazu ein ausgelassener Siebenmeter, kamen so heraus, wodurch die TSV-Damen bis zum Seitenwechsel bereits mit acht Toren gegenüber dem Tabellenzweiten ins Hintertreffen gerieten.

Nach der Pause änderte sich zunächst nichts. Weßling gab weiter den Ton an und setzte sich bis auf 23:11 (50.) ab. Damit war die Begegnung vorzeitig entschieden. Die Gastgeberinnen schalteten daraufhin einen Gang zurück. Die Weilheimerinnen gestalteten die faire Partie, mit nur einer Strafzeit, wieder offen und betrieben auch noch etwas Ergebniskosmetik.

Spielerinnen und Tore Weilheim: Sarah Mannefeld (5/3), Lea Stadler (4), Elisabeth Zwiekopf, Veronika Melypataki, Katrin Wichtl (je 2), Karen Albust, Anne Apelt, Anita Tratz (je 1), Sabrina Gerold, Franziska Klang, Annika Sparlinek; Tor: Marlene Zwiekopf.


R.Halmel 11.2.20