07.02.2020 Damen: Offensive nicht ligatauglich

Harmlose Weilheimer Damen kassieren 8:14 Heimniederlage gegen Tabellendritten Eichenau

Dem Gegner nicht einmal 15 Tore zu gestatten zeugt von guter Abwehrarbeit. Das ist aber nur die halbe Miete, um dann auch ein Handballspiel erfolgreich zu gestalten. Es bedarf auch einer guten Offensive. Das war beim Heimspiel der Weilheimer Damen gegen den Eichenauer SV aber nicht der Fall. Gegen den Tabellendritten spielten die TSV-Frauen eine überragende Verteidigung, im Angriff waren sie jedoch völlig indisponiert. Die Quittung war eine 8:14 (4:5)-Niederlage, mit der die Weilheimerinnen weiter in der Abstiegszone festhängen. „Die Abwehr stand gut, aber im Angriff fehlte die Struktur“, erklärte Coach Michael Sander enttäuscht. Die Offensivprobleme waren auch dem Ausfall von Andrea Pruy und Sarah Mannefeld, die nur kurz zum Einsatz kam, geschuldet, da den TSV-Damen somit der zentrale Ballverteiler auf der Mitteposition fehlte. Dazu gesellten sich viele einfach Passfehler oder technische Fehler, durch die die Weilheimerinnen immer wieder Bälle verschenkten. „Das ist mir völlig unerklärlich“, meinte Sander, der aber auch den Biss, den Willen und die Leidenschaft bei seinem Team vermisste.

Davon war bei den Gästen bis zum Seitenwechsel aber auch nur wenig zu sehen. Dadurch blieben Tore in der ersten Hälfte absolute Mangelware. Beide Mannschaften mühten sich in der Offensive meist vergeblich ab. Nach einer kurzzeitigen Führung der Gastgeberinnen lagen die Eichenauer Damen nach einer Viertelstunde mit einem Tor in Front. Danach fand auf beiden Seiten bis zur Pause nur noch einmal der Ball den Weg ins Gehäuse.

Der erhoffte frische Schwung durch die drei TSV-Nachwuchskräfte, die zur Halbzeit kamen, blieb danach aus. „Franziska Klang hat oft Lücken gerissen hat, die ihre Mitspieler aber nicht nutzen konnten“, ärgerte sich Sander über die anhaltende Torflaute mit nur einem Treffer in 25 Minuten. Eichenau verwertete dagegen hin und wieder einen Gegenstoß und das reichte, um sich langsam abzusetzen. Beim 6:14 (52.) war schließlich die Entscheidung vorzeitig gefallen. „Für die Liga war das zu wenig“, konstatierte Sander, der nur Torfrau Marlene Zwiekopf eine ligataugliche Leistung bescheinigte.


Spielerinnen und Tore Weilheim: Elisabeth Zwiekopf (3), Sabrina Pudil (2), Lea Stadler, Karen Albust Sarah Mannefeld (je 1), Katrin Wichtl, Anita Tratz, Veronika Melypataki, Franziska Klang, Birgit Schuster, Sabrina Gerold, Annika Sparlinek; Tor: Marlene Zwiekopf.

R.Halmel, 4.2.20