30.01.2020 Damen: Erst am Ende mehr zugetraut

Weilheimer Damen mühen sich zum 22:20 Erfolg bei Schlusslicht Murnau

Der TSV Murnau entwickelt sich in dieser Saison zum Lieblingsgegner der Weilheimer Handball-Damen. Gegen den Aufsteiger feierte die Truppe von Coach Michael Sander den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Beim 22:20 (10:12) Erfolg am Staffelsee, der wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt brachte, bekleckerten sich die Weilheimerinnen mit einer durchwachsenen und über weite Strecken fehlerbehafteten Partie aber nicht mit Ruhm. „Wir haben uns extrem schwer getan“, gestand Weilheims Teamsprecherin Sarah Mannefeld nach dem Auftritt beim Schlusslicht.

Vor allem in der ersten Hälfte leisteten sich die Gäste eine Vielzahl an Fehlpässen, mit denen sie sich das Leben schwer machten und die Murnauerinnen in den Karten spielten. „Murnau hat die Außen komplett weg genommen und Kreisanspiele waren auch keine Option“, hätte sich Mannefeld mehr Betrieb aus dem Rückraum gewünscht, der aber zu selten kam. Die Weilheimerinnen lebten bis zur Pause vor allem von ihren stabilen Deckung und den guten Paraden von Torfrau Marlene Zwiekopf. Ihre Schwester Elisabeth machte auf dem Feld betrieb und war am Ende mit sieben Treffern die beste Werferin ihres Teams. Beiden Mannschaften war bei vielen einfachen Fehlern die Nervosität in der wichtigen Partie anzumerken. Kein Team konnte sich dabei zunächst einen größeren Vorteil herausspielen. Die Führung wechselte bis zur Pause mehrfach.

Nach dem Wechsel setzte sich der spannende Schlagabtausch ohne spielerische Glanzlichter fort. Ein Dreierpack von Zwiekopf in der Schlussphase brachte die Gäste beim 19:17 (55.) erstmals mit zwei Toren in Front. Sabrine Pudil mit einem Doppelpack im Anschluss brachte dann den hart erkämpften Auswärtserfolg, mit dem sich die Weilheimerinnen auf Platz acht verbesserten, unter Dach und Fach. „Wenn wir uns von Anfang an mehr zugetraut hätten, wäre es am Ende nicht so knapp gewesen“, resümierte Mannefeld.

Spielerinnen und Tore Weilheim: Elisabeth Zwiekopf (7), Sabrina Pudil (3), Sarah Mannefeld (3/1), Katrin Wichtl, Karen Albust, Lea Stadler (je 2), Andrea Pruy (2/1), Anita Tratz (1), Veronika Melypataki, Annika Sparlinek; Tor: Marlene Zwiekopf, Veronika Bauer.

R.Halmel, 28.1.20