15.01.2020 H1: Kein weiteres Handball-Wunder

Weilheimer Herren laufen Tabellennachbarn vergeblich hinterher - 31:34 Niederlage in Kaufbeuren

In der letzten Saison schafften die Weilheimer Handball-Herren bei der SG Kaufbeuren-Neugablonz noch ein kleines Handball-Wunder als sie einen Neun-Tore Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte in einen knappen Auswärtssieg umwandelten. Beim letzten Spiel der Hinrunde beim Tabellennachbarn im Allgäu blieb den Mannen von Coach Gerhard Becker ein solcher Coup verwehrt. Obwohl der Rückstand auf die SG nur maximal fünf Tore betrug gelang den Kreisstädtern diesmal nicht die Wende. Die 31:34 (13:16) Niederlage warf den TSV im Kampf um einen Spitzenplatz auf Rang sechs zurück. Das ist doppelt bitter, da Tabellenführer Kempten gegen Immenstadt schwächelte und damit die ersten fünf Teams auf zwei Punkte zusammenrückten.

Die Weilheimer versuchten von Beginn an aufs Tempo zu drücken. Das gelang recht gut, so dass die Partie bis zum 6:6 ausgeglichen blieb, da die TSV-Herren mit ihren schnellen Angriffen immer wieder zum Abschluss kamen. Danach bekamen die Gäste aber zunehmend Probleme mit der SG-Abwehr und dem Keeper der Hausherren. Die TSV-Defensive auf der Gegenseite tat sich dagegen schwer die Kreise von Florian Bartelt und Patrick Spitschan, die am Ende zusammen 13 Treffer erzielten, einzudämmen. Die Allgäuer setzten sich so mit drei Toren ab. Diesen Rückstand rannten die Weilheimer bis zum Seitenwechsel vergeblich hinterher.

Nach der Pause blieben die Kaufbeuren am Drücker. Beim 13:18 (33.) lagen die Gäste erstmals mit fünf Treffern hinten. Den Abstand verteidigten die Hausherren in der Folge nicht zuletzt weil sie ihre Siebenmeter sicher verwandelten. Drei Tore von Lukas Schwendele zum 25:28 (50.) ließen bei den Weilheimern dann die Hoffnung auf eine Wende aufkommen. Die löste sich im Anschluss aber recht schnell wieder in Luft aus, da sich die TSV-Herren einige Fehler erlaubten, durch die sich die Kaufbeurer wieder absetzten. Beim 27:33 (58.) war die Partie endgültig gelaufen.

Spieler und Tore: Max Osthöver (7), Lukas Schwendele, Moritz Krause (je 5), Philipp Bauer (4), Nico Beinlich (3/1), Markus Wichtl, David Killing, Julius Krause (je 2), Felix Becker (1), Korbinian Wimmer, Lorenz Isert, Julian Langnickel, Lorenz Pröll; Tor: Benedikt Blacek, Andreas Böhm.


R.Halmel, 14.1.20