29.11.2019 Damen: Verhängnisvolle Ladehemmung

Weilheimer Damen verspielen gegen HSG Isar-Loisach Sechs-Tore-Führung

Starke 40 Minuten reichen nicht, um ein Spiel zu gewinnen. Diese Erfahrung mussten die Handballerinnen des TSV Weilheim im Heimspiel der Bezirksoberliga gegenn die HSG Isar-Loisach machen. Gegen den Tabellenzweiten bestimmten die Schützlinge von Trainer Michael Sander bis weit in die zweite Hälfte deutlich das Geschehen. Ladehemmung in der Schlussphase ließ die Hoffnungen auf einen Sieg aber zerbröseln. Am Ende mussten sich die Weilheimerinnen mit 19:22 (12:8) geschlagen geben.

"Wir haben die erste Halbzeit so gespielt, ich ich mir das vorstelle", bilanzierte Sander. "Vielleicht haben wir uns nach der deutlichen Führung zu sicher gefühlt", so der Coach. Er ärgerte sich, dass sein Team zum wiederholten Male in dieser Saison einen Vorsprung aus den Händen gab. Beide Mannschaften legten in dieser Partie ein hohes Tempo vor. Die Weilheimerinnen, die sich zunächst nur wenige technische Fehler erlaubten, legten zu Beginn stets vor. Bis zum 7:7 (21.) glichen die Gäste aber immer wieder aus.

Bis zur Pause und auch gleich danach stand die TSV-Abwehr aber bombensicher. Dadurch kam die HSG in 15 Minuten gerade mal zu zwei Toren. Andrea Pruy traf dagegen in dieser Phase viermal und hatte damit großen Anteil, dass die Weilheimerinnen bis auf 15:9 (35.) davonzogen. Die komfortable Führung verteidigten die Gastgeberinnen in den nächsten Minuten. Nach dem 17:11 (41.) erfolgte jedoch der Einbruch. "Wir haben den gegnerischen Torwart berühmt geworfen", so Sander. Er musste ansehen, wie seine Schützlinge zahlreiche Chancen vergaben.

Die HSG wurde dagegen mit jedem Treffer sicherer. Einige Minuten vor dem Ende stand es 18:18, alles war wieder offen. In den letzten Minuten hielt die Torflaute bei den Weilheimer Frauen weiter an. Sie erzielten nur noch einen Treffer. Der reichte nicht um die Niederlage zu verhindern. "Die HSG war am Ende schneller, spritziger und zwingender in ihren Aktionen und hat verdient gewonnen", musste der sichtbar enttäuschte Sander zugeben.

Weilheims Spielerinnen und ihre Tore: Andrea Pruy (8/3 Siebenmeter), Lea Stadler (3), Anne Apelt (2), Karen Albust (1), Anita Tratz (1), Annika Sparlinek (1), Luca-Sophie Padberg, Franziska Klang, Birgit Schuster, Veronika Melypataki, Katrin Wichtl; Torhüterinnen: Marlene Zwiekopf, Veronika Bauer

Roland Halmel, Weilheimer Tagblatt, 28.11.2019