20.11.2019 Damen: Besseres Nervenkostüm und Torhüter entscheiden Derby

Peißenberger Damen erkämpfen sich 23:22 Heimerfolg gegen Weilheim

Nicht unbedingt hochklassig, dafür aber spannend war das Derby zwischen den Peißenberger Handball-Frauen und den Weilheimer Damen. Vor über 100 Zuschauern in der Glück-Auf-Halle setzten sich die gastgebenden Schützlinge vom Trainergespann Martin Trautmann und Christian Führer hauchdünn mit 23:22 (13:13) durch.

„Auf dem Feld waren beide Teams gleichwertig. Den Unterschied machte die Torhüterleistung“, urteilte Führer nach dem ersten Saisonsieg seiner Schützlinge im fünften Spiel. „Das Spiel müssen wir nicht verlieren. Leider haben wir für zehn Minuten nach der Pause wieder Nerven gezeigt“, war für Weilheims Coach Michael Sander der psychologische Faktor entscheidend für die Niederlage. „Wir leisteten uns da zu viele technische Fehler und unnötige Würfe“, ergänzte Sander, dessen Team im umkämpften, aber dennoch fairen Derby deutlich mehr Strafzeiten kassierte als die Gastgeberinnen. Bei den damit oft verbundenen Strafwürfen behielten die Peißenbergerinnen die Nerven. Steffi Führmann und Julia Brauer verwandelten alle neun Siebenmeter.

Den etwas besseren Start erwischten zunächst die Weilheimerinnen. Bis zum 8:8 (17.) legten sie stets vor. Danach wechselte bis zur Halbzeit die Führung mehrfach. Aus der Kabine kamen dann die Gastgeberinnen, die ohne gelernte Torfrau sowie ohne Lucia Heger und Franziska Welzmüller im Feld antraten, mit mehr Schwung. Heidi Frankl, die vertretungsweise den Peißenberger Kasten hütete, konnte einige Möglichkeiten abwehren. In der Offensive sorgte neben Führmann und Brauer Nachwuchsspielerin Theresia Ostermair auf Außen mit zwei Treffern für die Akzente. Dadurch setzten sich die Gastgeberinnen bis auf 20:16 (41.) ab. Angetrieben von Andrea Pruy, die innerhalb von 28 Sekunden zweimal traf, starteten die Weilheimerinnen danach eine Aufholjagd, die allerdings durch das verletzungsbedingte Aus von Anne Apelt erschwert wurde. Damit fehlten im Rückraum der Gäste, die bereits ohne Elisabeth Zwiekopf und der angeschlagenen Sarah Mannefeld auskommen mussten, die Alternativen. Dennoch kämpften sich die Weilheimer Damen mehrfach auf ein Tor heran. Die durchaus vorhandenen Ausgleichschancen ließen sie jedoch ungenutzt. Dadurch brachten die Peißenberger Frauen in der dramatischen Schlussphase letztlich ihren Minimalvorsprung ins Ziel.

Spielerinnen und Tore Weilheim: Karen Albust (7), Andrea Pruy (5/2), Anne Apelt (4), Lea Stadler (2), Anita Tratz, Sabrina Gerold, Luca-Sophie Padberg, Veronika Melypataki (je 1), Sarah Mannefeld, Sabrina Pudil, Franziska Klang, Katrin Wichtl; Tor: Marlene Zwiekopf, Marianne Rupp.

R.Halmel, 19.11.19