31.01.2019 H1: Blaues Wunder gegen „Graue Panther“

Weilheimer Herren müssen sich Brucker Oldies mit 23:27 erneut geschlagen geben

Die Wiedergutmachung für die Hinspielniederlage und einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf haben die Weilheimer Handball-Herren zum Rückrundenauftakt in der Bezirksoberliga verpasst. Die „Grauen Panther“ vom TuS Fürstenfeldbruck III erwiesen sich für die Kreisstädter wie schon bei der 26:27 Pleite im Hinspiel als zu abgezockt. Gegen die TuS-Routiniers kassierten die Weilheimer ein „Blaues Wunder“ und eine 23:27 (13:14)-Heimniederlage.

„Gegen die alten Haudegen haben wir vorne viel zu ungeduldig gespielt“, bekannte Michael Sander, der den beruflich verhinderten Coach Niko Jovanovic vertrat, nach vielen überhasteten und letztlich ungenauen Aktionen. Der Trumpf der TSV-Männer gegen die meist bedächtig spielende TuS-Dritte, das schnelle Spiel nach vorne, kam auch viel zu selten zu tragen. „Angriffe aus der ersten und zweiten Welle kamen viel zu selten“, bedauerte Sander. Dabei lief es in der ersten Hälfte für die Weilheimer noch recht ordentlich. Vor allem dank der Treffer von Max Osthöver, der nach langer Verletzungsphase ins Team zurückkehrte, lagen die Hausherren ständig in Front. Beim 10:7 (20.) führten sie erstmals mit drei Toren. In den letzten fünf Minuten vor dem Wechsel blieben die Hausherren jedoch ohne Torerfolg. Die Gäste kämpften sich so wieder heran und kurz vor dem Pausenpfiff auch noch vorbei.

Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die TSV-Herren dann komplett. Die Grauen Panther setzten sich so mit vier Toren ab. Beim 17:18 (42.) durch einer eher seltenen Gegenstoßtreffer waren die Weilheimer wieder dran. Jedoch nur für kurze Zeit, da die Gäste über den Kreis und bei Strafwürfen mehrfach trafen. Die Hausherren begannen dagegen Brechstange auszupacken, was gegen die abgeklärte TuS-Abwehr nicht viel brachte. Vor allem Lukas Schwendele vergab zahlreiche Würfe. Beim 20:25 (52.) war schließlich die Vorentscheidung gefallen, da die Brucker-Oldies in der zerfahrenen Schlussphase mit vielen Strafzeiten ihre Führung clever verwalteten.

Spieler und Tore: Max Osthöver (8), Nico Beinlich (6/3), Lukas Schwendele (5), Lorenz Isert (2), Julius Krause, Philipp Bauer (je 1), Josef Rohmer, Florian Theimer, Timo Weinmann; Tor: Alex Porst, Benedikt Blacek.


R.Halmel, 29.1.19