14.11.2018 H1: Schock durch frühe rote Karte

Weilheimer Herren rennen Gegner bis zum Schluss hinterher - 25:31 Heimniederlage gegen Biessenhofen

Eine frühe rote Karte und zwei überragende ehemalige Schongauer im Trikot der Gästemannschaft. Das waren die entscheidenden Faktoren für die 25:31 (10:16) Heimniederlage der Weilheimer Handball-Herren gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf. „Wir haben aktuell durch die vielen Verletzungen zu wenig Rückraumspieler und wenn dann auch noch Lukas Schwendele so früh raus muss, wird es schwer“, meinte TSV-Coach Niko Jovanovic zu dem Platzverweis bereits in der Anfangsphase. „Ein paar Spieler erwischten auch einen schlechten Tag“, urteilte Jovanovic angesichts ungenauer Abschlüsse, die Alex Gerbig dem bärtigen Hünen im SG-Kasten zupass kamen. „Ich habe ihnen gesagt sie sollen gegen ihn unten werfen, woran sie sich leider nicht so gehalten haben“, ergänzte Jovanovic nachdem der ehemalige Schongauer reihenweise Würfe parierte. Ein weiterer früherer Lechstädter, Chris Dreher, wirbelte durch die TSV-Abwehr und hatte mit zehn Toren großen Anteil am ersten Auswärtssieg der Allgäuer.

Die Weilheimer kamen in den ersten Minuten auch nur schwer in Schwung. Mehrere Angriffe blieben erfolglos, so dass sie schnell einem Rückstand hinterher liefen. Nach dem Foul von Schwendele (7.), das statt mit einer angemessenen Zwei-Minuten Strafe mit Rot quittiert wurde, zeigten sich die Hausherren geschockt. Das nutzte die SG, um sich mit fünf Toren abzusetzen. Erst Mitte der ersten Hälfte hatten sich die Weilheimer wieder gefangen. Bis zur Pause gestalteten sie die Partie ausgeglichen, wobei sie kurz vor dem Halb-zeitpfiff noch einen unnötigen Gegentreffer kassierten, der den Rückstand auf sechs Treffer anwachsen ließ.

Der Start in die zweite Hälfte verlief für die Weilheimer auch nicht nach Wunsch. Beim 12:20 (36.) nahm der Rückstand bereits bedrohliche Ausmaße an. Die TSV-Herren zeigten aber Kampfgeist. In der Folge arbeiteten sie sich wieder heran, weil die Abwehr besser stand. Um den Allgäuern wirklich gefährlich werden zu können, fehlte es aber an der Chancenverwertung. „Wir haben leider nur bei jedem zweiten oder dritten Angriff getroffen“, bedauerte Jovanovic. Dadurch rannte sein Team, bei dem sich Nachwuchsmann Korbinian Wimmer mit vier Toren hervortat, den Gästen bis zum Schluss vergeblich hinterher.

Spieler und Tore: Adrian Rangnick, Nico Beinlich (je 5), Christopher Kurtzius (4), Korbinian Wimmer (4/1), Josef Rohmer (3), Philipp Bauer (2), Julius Krause (2/1), Lukas Schwendele, Stefan Gärtner, Timo Weinmann, Florian Theimer; Tor: Alex Porst, Andreas Böhm.

R.Halmel, 13.11.18