09.11.2018 H1: Probleme durch die schwache Chancenverwertung

Gute Abwehrleistung reicht Weilheimer Herren zum zweiten Saisonsieg - 24:18 in Landsberg

Den Absturz in den Tabellenkeller haben die Weilheimer Handball-Herren vermieden. Beim bis dahin punktgleichen TSV Landsberg holten die Kreisstädter mit dem 24:18 (10:11) Erfolg zwei enorm wichtige Auswärtspunkte. „In der Abwehr hatten wir die Landsberger sehr gut im Griff, aber mit vielen ausgelassenen Torchancen haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, berichtete Routinier Philipp Bauer vom teilweise sehr mühevollen Auftritt am Lech, der letztlich mit dem zweiten Saisonsieg ein glückliches Ende fand.

Die Verunsicherung der Gäste nach dem schwachen Heimspiel zuletzt gegen Kaufbeuren war ihnen in den ersten Minuten deutlich anzumerken. Statt ins Tor schossen sie den Landsberger Torhüter warm, so dass erst nach acht Minuten der erste Treffer fiel. Dank einer guten Abwehrleistung der Weil-heimer waren aber auch die Hausherren bis dahin erfolglos geblieben. In der Folge vergaben die Gäste reihenweise Würfe aus dem Rückraum aber auch Gegenstoßchancen. Dagegen gelangen ihnen in Unterzahl zwei Treffer. Das änderte aber nichts daran, dass sie den Landsbergern ständig hinterherrannten. Der Rückstand hielt sich mit maximal zwei Toren aber in Grenzen.

Nach der Halbzeit steigerten sich die Weilheimer in der Abwehr deutlich. Die Manndeckung vom gefährlichsten Landsberger, Fynn Meier, aber auch eine überzeugende Vorstellung von Torhüter Alex Porst trugen ihren Teil dazu bei. In der Offensive ließen die Gäste zwar nach wie vor Chancen aus, dennoch erarbeiteten sie sich mit einem 4-0 Lauf beim 16:12 (41.) erstmals ein kleines Polster. Für Beruhigung sorgte dies aber nur bedingt. In doppelter Überzahl bei einer von zwei roten Karten gegen die Landsberger, verpassten es die Weilheimer sich weiter abzusetzen. „Das machte uns dann ein bisschen nervös“, räumte Bauer ein. Die Hausherren kämpften sich dadurch wieder auf zwei Tore heran. In der Schlussphase bekamen die Gäste ihre Nerven langsam in den Griff. Beim 21:16 knapp drei Minuten vor der Sirene war die Entscheidung schließlich gefallen.

Spieler und Tore: Josef Rohmer, David Killing, Philipp Bauer (je 4), Julius Krause (4/1), Nicolas Beinlich (3), Lukas Schwendele (2), Stefan Gärtner, Timo Weinmann, Christopher Kurtzius (je 1), Adrian Rangnick, Florian Theimer, Matthias Weid; Tor: Alex Porst, Benedikt Blacek.

R.Halmel, 6.11.18