12.10.2018 Damen: Schmerzhafte Derbypleite

Weilheimer Damen verspielen Sieben-Tore Führung - 19:22 Heimniederlage gegen Peißenberg


Eine deutliche Führung zu verspielen schmerzt. Besonders ärgerlich ist es, wenn das Ganze beim Lokalderby passiert. Die Weilheimer Handball-Damen gaben gegen den TSV Peißenberg eine Sieben-Tore Vorsprung aus der Hand, um am Ende mit 19:22 (12:8) als Verlierer vom Platz zu gehen.
„Die Niederlage tut sehr weh“, bekannte Weilheims Teamsprecherin Sarah Mannefeld. „Leider zeigte die Mannschaft zwei Gesichter“, ergänzte Michael Sander, der Trainer der Damen aus der Kreisstadt. „Eigentlich war es schon aussichtslos, aber nach der Auszeit trat die Mannschaft wie verwandelt auf“, freute sich dagegen Peißenbergs Coach Christian Führer über den unerwarteten Erfolg. „Und zwei wichtigen Punkten für den Klassenerhalt“, so Führer weiter.

Den besseren Start vor der großen Kulisse beim ersten Derby seit Jahrzehnten in der Jahnhalle erwischten die Gastgeberinnen. Die Peißenberger Damen taten sich gegen die körperlich überlegenen Kontrahentinnen schwer. „Wir hatten im Angriff und Abwehr alles im Griff“, konstatierte Sander, nachdem sein Team ständig in Front lag und sich beim 10:5 (22.) bereits ein beträchtliches Polster erarbeitet hatte. „Wir sahen dem Treiben der Weilheimerinnen mut- und hilflos zu“, gestand Führer. An der Überlegenheit der Gastgeberinnen änderte sich bis zum 16:9 (36.) nichts. Eine Auszeit weckte die Gäste dann aber aus ihrer Lethargie. Angeführt von Julia Brauer, die aus dem Rückraum reihenweise traf, starteten die Peißenbergerinnen eine Aufholjagd, die ihnen beim 18:18 (51.) auch den Ausgleich bescherte. „Wir haben viele leichte Tore kassiert und vorne Angst beim Abschluss bekommen“, erkannte Sander. Sein zunehmend verunsichertes Team konnte in den Schlussminuten auch nicht mehr den Hebel umlegen. Die Gäste blieben am Drücker und entschieden die Partie dank einer 6-1 Serie in der letzten Viertelstunde noch für sich.


Spielerinnen und Tore Weilheim: Karen Albust (5/1), Elisabeth Zwiekopf, Birgit Schuster (je 3), Marina Wichtl (2), Andrea Wichtl (2/2), Sarah Mannefeld, Katrin Wichtl, Sabrina Gerold, Christine Roth (je 1), Luca-Sophie Padberg; Tor: Marlene Zwiekopf.

R.Halmel, 9.10.18